Fachlektüre · frei zugänglich · Arbeitsstand v0.6
Zugriff ist eine Entscheidung
Die 70-teilige Serie ausformuliert und erweitert: Identity Governance als Security- und Governance-Disziplin – Prinzipien, Verantwortungsmodelle, Lifecycle-Logik und Evidenz für menschliche, technische, externe und autonome Identitäten. Keine Tool-Betrachtung, keine Implementierungsanleitung.
Umfang13 Kapitel + Glossar
Standv0.6 · November 2026
SpracheDeutsch
LizenzCC BY-ND 4.0
v0.6
Dieser Text wird fortgeschrieben. Widerspruch, Ergänzungen und Praxisfälle fließen in die nächste Version ein – Rückmeldungen ausdrücklich erwünscht.
Inhalt
- 01Orientierung und Grundlogik
- 02Decision Governance
- 03Ownership und Verantwortung
- 04Lifecycle und Drift
- 05Ausnahmen und Sonderfälle
- 06Zugriffsmodelle
- 07Risikosteuerung im Rollenmodell neu
- 08Privileged Access
- 09Non-Person Identities
- 10Externe und föderierte Identitäten neu
- 11KI-Agenten und autonome Identitäten neu
- 12Evidenz & Audit
- 13Reifegrad & Skalierung
- —Glossar · Abkürzungen · Merksätze im Überblick · Rahmenwerke
Dreizehn Leitsätze, ein Betriebsmodell
Entscheidung → Umsetzung → Kontrolle → Korrektur. Jeder Leitsatz beschreibt, was passiert, wenn eine dieser vier Stationen fehlt.
- Identität ist der neue Perimeter – wer Zugriffe steuert, steuert Risiken.
- Jede Berechtigung braucht eine Legitimation – Entscheidung vor Provisionierung.
- Governance geht Automatisierung voraus – schlechte Prozesse werden durch Automatisierung nicht besser.
- Ownership ist unverzichtbar – jedes Governance-Objekt braucht einen verantwortlichen Owner.
- Kritikalität ist keine Meinung, sondern eine Vererbungsregel – und Funktionstrennung schützt vor der Kombination von Rechten, nicht vor dem Einzelrecht.
- Drift ist der Normalzustand – Abweichungen müssen kontinuierlich erkannt und korrigiert werden.
- Least Privilege ist ein Dauerprinzip – zusätzliche Rechte benötigen Begründung, Begrenzung und Kontrolle.
- Evidenz schlägt Logfiles – Auditfähigkeit entsteht durch nachvollziehbare Entscheidungen.
- Governance braucht Rhythmus – regelmäßige Reviews und Verbesserungen halten das System wirksam.
- Technische Identitäten sind echte Identitäten – NPIs benötigen Lifecycle, Ownership und Kontrolle.
- Governance ermöglicht Veränderung – gute Governance macht Wandel beherrschbar.
- Externe Identitäten brauchen einen Sponsor, keinen Vorgesetzten – Verträge legitimieren, nicht Anstellungen.
- Autonome Agenten handeln in Grenzen, die ein Mensch zieht – Autonomie ist eine verliehene, keine erworbene Eigenschaft.